Lifestyle und Schönheit
Schönheitsmythen unter die Lupe genommen
Bestimmt haben Sie selbst schon oft eine der bekannten Schönheitsmythen zu hören bekommen. Zum Beispiel, dass hundert Bürstenstriche das Haar verschönern oder Zahnpasta Pickel austrocknet. Sehr gern werden die Schönheitsmythen weiter gegeben und gelten bei vielen Menschen als hilfreiche Geheimtipps für die eigene Schönheitspflege. Was bei unseren Großmüttern als gut galt, das sollte doch auch heute noch helfen, oder? Schließlich wurden die Schönheitstipps von Generation zu Generation weiter gegeben, und steckt nicht hinter jedem Rat ein Stück Wahrheit? Ob Wahrheit oder Vorurteil, das wollen wir hier versuchen zu entlarven.
100 Bürstenstriche pro Tag für schönes Haar
Dass 100 Bürstenstriche pro Tag das Haar glänzen lassen, stimmt nicht so ganz. Haare wirken aber gepflegt und geordnet, wenn sie gekämmt sind. Haar, das nicht gekämmt wird, kann auch nicht glänzen. So scheinen 100 Bürstenstriche etwas übertrieben, doch durch das Bürsten und Kämmen der Haare verteilt man überschüssiges Fett, das sich gern am Haaransatz bildet, und verteilt es über das Haar bis in die Spitzen. Regelmäßiges Bürsten oder Kämmen ist also hilfreich gegen den gefürchteten Haarspliss, gleichzeitig wird Staub und Schmutz aus den Haaren ausgebürstet. Bürsten ist also durchaus pflegend für das Haar, es müssen aber nicht jeden Tag 100 Bürstenstriche sein, damit das Haar glänzt.
Ein heißes Bad schadet der Haut
Besonders im Winter genießen wir Menschen gern ein heißes Bad und empfinden es als wohltuend. Für unsere Haut ist es allerdings nicht sehr gut! Heißes Wasser lässt die Haut austrocknen, die Folge ist, dass die Haut juckt und spannt. Wenn man gern ein- bis zweimal in der Woche badet, so sollte man hinterher die Haut pflegen oder ein Badeöl benutzen. So gewinnt die Haut die Feuchtigkeit zurück, die beim Baden verloren ging.
Zahnpasta wirksam bei Pickeln
Weit verbreitet gilt das Schönheitsmythos, dass Zahnpasta Pickel austrocknet. Da viele Zahnpasten einen Wirkstoff enthalten, der stark öl- und fettlösend wirkt, könnte man das auch wirklich glauben. Doch die Zahnpasten enthalten auch andere Wirkstoffe, durch die sich ein Pickel erst richtig entzünden könnte. Daher ist es nicht ratsam, auf einen Pickel Zahnpasta aufzutragen. Besser wirkt eine gründliche Reinigung am Morgen und abends vor dem Schlafen gehen. Tupfen Sie etwas Teebaumöl auf den Pickel, das wirkt ganz sicher besser.
Haare wachsen dicker und schneller, wenn man sie schneidet
Das Schneiden der Haare fördert nicht das Wachstum der Haare, sie werden auch nicht dicker dadurch. Beim Rasieren kann aber an der Haarspitze eine Kante entstehen, die das einzelne Haar dicker erscheinen lässt. Alternativ sollte man sich lieber die Haare durch Wachs oder per Epiliergerät entfernen, dann wachsen die Haare in ihrer natürlichen geformten Haarspitze wieder nach. Auch bei jungen Männern wird der ersehnte Bartwuchs also nicht durch häufiges Rasieren erreicht.
Lippen werden süchtig nach Fett
Viele Menschen meinen, dass ein Fett-Lippenstift die Lippen süchtig nach Fett macht. Dafür gibt es allerdings keinen wissenschaftlichen Beweis. Im Gegenteil, man sollte sogar immer wieder Fett auftragen, wenn die Lippen trocken sind. Gerade im Winter, wenn die Luft sehr trocken ist und die menschliche Haut zu wenig an Lipiden produziert, ist die Pflege der Lippen sehr wichtig. Produkte mit Jojoba, Mandel, Avocadoöl oder Ringelblume sind sehr empfehlenswert, nicht so gut gegen trockene Lippen wirken Lippenstifte, die als Wirkstoff Mineralöl oder Glycerin enthalten. Sehr gut wirkt Honig auf spröden Lippen, den man aufträgt und kurz einwirken lässt.
Nägel können mit Nagellack nicht atmen
Nägel können mit Nagellack nicht atmen, das stimmt. Ohne Nagellack können sie es aber auch nicht, denn bei den Fingernägeln handelt es sich um leblose Zellen aus Horn, die in keinster Weise atmen können. Und ganz im Gegenteil, eine Schicht Nagellack kann die Nägel sogar schützen. Es lohnt sich aber, beim Nagellack darauf zu achten, dass keine nagelschädigenden Weichmacher und bedenkliche UV-Filter enthalten sind. Also genau auf das Etikett schauen.
Weißmacher in Zahncreme sind schädlich
Die feinen Partikelchen, die für einen weißen Effekt der Zähne sorgen sollen, greifen leider nicht nur die Verschmutzungen an, sondern auch den schützenden Zahnschmelz. Dadurch werden die Zähne angegriffen und schneller von Bakterien befallen. Selbst Zahnpasta, die sehr geringe Schleifstoffe enthalten, sollte man nicht jeden Tag benutzen, sondern nur ab und zu. Wenn sich auf den Zähnen unschöne Beläge abgesetzt haben, ist ein Besuch beim Zahnarzt die bessere Alternative. Dieser kann die Beläge entfernen, professionell und wirksam.
Schminke muss man abends entfernen
Ja, auf jeden Fall! Und wenn die Fete bis in den frühen Morgen dauert, unbedingt sollte man sich vor dem Schlafen gehen abschminken! Die menschliche Haut erholt sich über Nacht, das kann sie nicht, wenn Make-Up Schichten und Talg-Rückstände die Poren verstopfen. Am besten schminkt man sich mit einer sanften Gesichtsmilch oder einem speziellen Reinigungsöl ab, das ist optimal wirksam gegen Schmutz und Bakterien und eine gute Grundlage für die anschließende Tages- oder Nachtpflege.
Bildquellenangabe: Sara Hegewald / pixelio.de
